Die Sanierung
Die Talsperre Lichtenberg ist seit knapp 50 Jahren ununterbrochen in Betrieb. Um die Wasserversorgung und den Betrieb der Stauanlage auch zukünftig sicherzustellen, ist eine umfassende Sanierung erforderlich. Diese wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen und kostet rund 30 Millionen Euro. Die Sanierung ist in die beiden Teilobjekte »Absperrbauwerk« und »Entnahmeturm« untergliedert.
Ersatzwasserversorgung
Bevor die eigentlichen Bauarbeiten beginnen können, musste eine Ersatzwasserversorgung für die Wasserwerke Lichtenberg und Freiberg aufgebaut werden, da für die Komplexsanierung die vollständige Entleerung der Talsperre erforderlich ist. Während der Bauzeit wird die Versorgung (Ersatzversorgung) durch die Talsperre Rauschenbach und durch die Obere Revierwasserlaufanstalt Freiberg sichergestellt. Dafür wird bereits im Vorfeld ein Puffer an Rohwasservorrat aufgebaut und es werden weitere bauliche Maßnahmen umgesetzt. Hierzu zählen unter anderem:
- Ertüchtigung des Dörnthaler Teichs und der Wasserwerke Freiberg und Lichtenberg
- Neubau einer tiefenvariablen Entnahme an der Talsperre Rauschenbach
- Vergrößerung der Betriebsräume der Talsperren Rauschenbach und Lehnmühle
- Verringerung der Mindestabgabemengen der Talsperre Rauschenbach
- Nutzung von Zuflüssen aus Mortel-, Bierwiesen- und Becherbach (Revierwasserlaufanstalt Freiberg) mit entsprechenden Trinkwasserschutzmaßnahmen
- zusätzliches Wasser aus der Talsperre Fláje in Böhmen in die Talsperre Rauschenbach
Die Talsperre Lichtenberg wird nach dem Ende der Sanierung wieder eingestaut. Die Ersatzwasserversorgung endet jedoch erst, wenn ausreichend Wasser in der erforderlichen Güte in der Talsperre vorhanden ist.
Textquelle:
Landestalsperrenverwaltung Sachsen, Faltblatt „Talsperre Lichtenberg – Die Sanierung“
Bildquelle: Landestalsperrenverwaltung Sachsen, Fotograf Albrecht Holländer