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Der Entnahmeturm

Der Entnahmeturm ist ein Komplexbauwerk und ist in den wasserseitigen Fuß des Staudammes eingebunden. Er hat drei wichtige Funktionen: Hier befinden sich die Grundablässe, die Rohwasserentnahme und die Hochwasserentlastung. Die zwei Grundablässe im Grundablassgewölbe haben einen Durchmesser von je 800 Millimetern und werden für die reguläre Bewirtschaftung der Talsperre genutzt.

Das Wasser der Talsperre Lichtenberg kann aus unterschiedlichen Höhen entnommen werden. Dafür gibt es im Entnahmeturm insgesamt fünf Rohwasserentnahmestellen.
Diese münden in zwei Leitungen, die durch das Grundablassgewölbe zur Luftseite des Dammes und weiter zu den Wasserwerken Lichtenberg und Freiberg führen.

Bei Hochwasser wird dieses über einen Schachtüberfall im Entnahmeturm abgeleitet. Der trompetenförmige Einlauf hat einen Durchmesser von 13,50 Metern und verjüngt sich nach unten auf einen Durchmesser von drei Metern. Er mündet im Ablaufgerinne des Grundablassgewölbes. In einem 132 Meter langen Stollen wird das Wasser unter dem Staudamm hindurch auf die Luftseite des Dammes in das Tosbecken und schließlich in die Gimmlitz geführt.

Quelle: Landestalsperrenverwaltung Sachsen, Faltblatt „Talsperre Lichtenberg – Die Sanierung“

Bildquelle: Landestalsperrenverwaltung, Fotograf Albrecht Holländer